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Die Kreisgruppe Regen-Zwiesel hat sich der Grundsatzerklärung der Kreisgruppe Viechtach zum Thema Schwarzwild einstimmig angeschlossen

Grundsatzerklärung der BJV-Kreisgruppe Viechtach zum Thema Schwarzwild

1. Die Kreisgruppe Viechtach betrachtet das Schwarzwild als normalen Bestandteil der heimischen Tierwelt.

2. Die Kreisgruppe Viechtach ist sich mit den Landwirten einig, dass durch eine scharfe Bestandsregulierung eine Höhe der Population erreicht werden muss, bei der die Schäden in der Landwirtschaft auf ein tragbares Maß reduziert werden.

3. Die Kreisgruppe Viechtach legt Wert auf die Feststellung, dass diese Maßnahmen ausschließlich waidgerecht und tierschutzgerecht und im Rahmen der gesetzlichen Richtlinien durchgeführt werden.

4. Um diesen Anforderungen gerecht werden zu können, insbesondere unter dem Gesichtspunkt zunehmender milder, schneearmer Winter sowie großflächigen Maisanbaus, bemüht sich die Kreisgruppe, die Intensität und Effizienz der Bejagungsstrategien zu verändern und zu steigern,

Dies betrifft folgende Punkte:

1. Kirrung:

  • Die Jagd an der Kirrung bringt nach wie vor die größte Strecke
  • Die vorgeschriebenen Kirrmengen sind einzuhalten.
  • Kirrungen, an denen keine Strecke gemacht wird, sind einzustellen.
  • Die Anzahl der Kirrungen sind revierübergreifend abzustimmen, ggf. zu reduzieren.
  • Jede Art der Fütterung des Schwarzwildes, auch Ablenkfütterung, ist zu unterlassen.

2. Benutzung von Nachtzielgeräten:

  • Um eine waidgerechte und tierschutzgerechte Bejagung des nachtaktiven Schwarzwildes bei schlechten Sichtverhältnissen zu ermöglichen, hält die Kreisgruppe die Legalisierung und den Einsatz von Nachtzielgeräten für unerlässlich. Eine entsprechende gesetzliche Änderung oder Ausnahmegenehmigung ist durch den Gesetzgeber zeitnah zu verwirklichen.

3. Saufang:

  • Die Kreisgruppe befürwortet den Einsatz von Saufängen an Wildschadensbrennpunkten nach strenger vorhergehender Beurteilung der Notwendigkeit. Ebenfalls wird der Einsatz von mobilen Saufängen unter dem Aspekt des Tierschutzes empfohlen.

4. Steigerung der Effizienz der revierübergreifenden Bejagung:

  • Drückjagden auf Schwarzwild sind revierübergreifend zu intensivieren.
  • Vor Drückjagden ist zu gewährleisten, dass die Sauen im Treiben fest sind.
  • Reviere, in denen sich regelmäßig Sauen in Einständen einstellen, haben eine Strategie (Auszeichnung von Ständen, Kennzeichnung von Schußschneisen) zu entwickeln, sodass eine schnelle und sichere Organisation einer Drückjagd gewährleistet ist.
  • Die Kreisgruppe erstellt eine Liste von Jägern und Hundeführern, die kurzfristig, auch an Wochentagen verfügbar sind (schnelle Eingreiftruppe) und stellt sie den Revierinhabern zur Verfügung.
  • Die Hegeringe haben regelmäßiges Überungsschießen für den Kugelschuss auf flüchtiges Wild durchzuführen (Schießkino)
  • Jeder Abschuss an einer Kirrung ist den Reviernachbarn unverzüglich mitzuteilen.
  • Drückjagden sind mit den Reviernachbarn abzustimmen.

Kreisgruppe Viechtach im Januar 2014

Alfons Muhr 1. Vorsitzender